Weißwein

Bereits die Kelten tranken Wein. Die Weinherstellung kam durch Julius Cäsar über die Rhone bis an den Rhein und die Mosel. Den Klöstern kam bei der Weinherstellung eine besondere Rolle zu, welche sich heute noch in den geschichtsträchtigen Weinkellern wiederspiegelt. Der "Niersteiner Glöck" südlich von Mainz gilt als älteste Weinlage Deutschlands. Bis heute hat Deutschland eine führende Rolle bei der Herstellung von Weißwein. Im Ausland gilt der deutsche Wein als sehr anerkannt und qualitativ sehr hochwertig.

Weißweinherstellung

Weißwein wird aus der hellen Traube durch den Gärungsprozess gewonnen. Die Unterschiedlichkeit der Weißweine resultiert aus den verschiedenen Zusammensetzungen der Rebsorten, der Herstellungsverfahren sowie des Anteil an Restzucker.

In der Regel wird die weiße Traube für den Weißwein von Mitte Oktober bis Ende November gelesen. Die Traube wird gemaischt. Unter Maischen versteht man die Pressung. In der Kelter werden die Traubenreste vom Most (Saft) getrennt und daraufhin geschwefelt. Schwefeln verhindert das Wachstum von Bakterien, welche den Geschmack des Weines stark verändern. Nach der Gärung wird der Wein in Fässern zur Reife gelagert und zum entsprechenden Zeitpunkt abgefüllt und zum Verzehr freigegeben.

Rebsorten

Die Anzahl der Rebsorten für Weißwein ist sehr vielfältig. Eine der bekanntesten Rebsorten ist sicherlich der Riesling, welcher spät reift und hauptsächlich in wärmespeichernden Hanglagen angebaut wird. Diese Sorte ist in der Regel leicht bis mittelschwer und geht bis in den oberen Qualitätsbereich. Der grüne Veltiner ist ein typisch österreichischer Wein und hat ein sehr breites Spektrum der Qualitätseinstufung. Vom einfachen Tischwein bis zu den haltbarsten und am besten bewerteten Weinen ist der Wein erhältlich. Der Geschmack des Sauvignon blanc ist sehr uneinheitlich und unterschiedlich. In guten Jahren ist Sauvignon blanc in höchster Güte erhältlich. Chardonnay ist eine Rebsorte, welche aus der Chablis Traube hergestellt und sehr sortenrein angebaut wird. Der Grauburgunder und der Weißburgunder dürfen in der Aufzählung der bekanntesten und besten Weißweine natürlich nicht fehlen.

Anbaugebiete

Weißwein wird in fast allen Gebieten der Erde hergestellt. Schwerpunktmäßig jedoch in kälteren Gefilden. Dies begründet sich in der Tatsache, dass die helle Traube weniger Sonne benötigt als der meist in südlicheren Gebieten traditionell hergestellte Rotwein. Schwerpunkte der Anbaugebiete für Weißweine sind die Länder Deutschland, Österreich sowie Frankreich.

Der Genuss

Weißwein wird vornehmlich in einer Temperaturspanne zwischen 7 Grad Celsius und 14 Grad Celsius getrunken. In den unteren Temperaturbereichen wird meist der Likörwein oder süße Weine getrunken. Die Temperatur von halbtrockenen und körperreichen Weinen sollte bei 12 Grad Celsius bis 14 Grad Celsius betragen. Trockene und frische Weine dagegen genießt man üblicherweise bei einer Temperatur von ca. 10 Grad Celsius.

Weißweine werden aus apfelförmigen Gläsern, welche sich nach oben leicht verjüngen getrunken.